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Geschichte
Mysłowice ist eine der ältesten Städte Oberschlesiens. Die Stadt entstand auf einem Handelsweg von Wrocław nach Kraków. Die ältesten Spuren der Besiedelung auf dem Gebiet der Stadt stammen aus dem 13., oder sogar 12.Jhdt. Der Gründungstag der Stadt ist zwar nicht bekannt, doch aus der Urkunde des Fürsten Mikołaj von Opawa und Racibórz aus dem Jahre 1360 ergibt sich, daß Mysłowice damals schon als eine nach dem Magdeburger Recht gegründete Stadt existierte.
   Bereits in den Anfängen seiner Existenz war Mysłowice eine Grenzstadt. Der Fluß Przemsza, an dem die Stadt gelegen ist, galt damals als Grenze zwischen Schlesien, das ein Teil des Königreichs Böhmen war, und Polen. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Stadt mehrmals ihre Eigentümer und Herscher; sie gehörte an Böhmen, an die Habsburger, an Preußen, Polen, an das 3.Reich und wieder an Polen.



Gegenwart
    Mysłowice liegt im südöstlichen Teil der Schlesischen Hochebene, am rechten Ufer des Flusses Przemsza, an der Grenze zwischen Schlesien und Kleinpolen, 10 km von Katowice und 70 km von Kraków entfernt. Üeber Straßen-, Eisenbahn-, Bus- und Straßenbahnlinien ist die Stadt mit anderen Städten des Ballungsgebiets Oberschlesien verbunden. Günstige Verbindungen mit anderen Teilen Polens gewährleisten die Autobahn A-4 aus Berlin nach Kraków und die Schnellstraße aus Warszawa nach Cieszyn an der südlichen Grenze Polens mit Tschechien. Beide Straßen haben einen Schnittpunkt in Mysłowice. Die Eisenbahnlinien, die durch die Stadt verlaufen, verbinden sie mit Katowice, Wrocław, Szczecin, Kraków, Przemyśl und Oświęcim.

    Etwa 30 km von der Stadt entfernt befindet sich der internationale Flughafen Katowice-Pyrzowice, der über Frankfurt/Main und Warszawa Verbindungen mit allen Metropolen Europas und der Welt ermöglicht. Auch ca. 30 km entfernt befindet sich ein Terminal der Breitspurbahn, die das oberschlesische Industriegebiet mit Rußland und der Ukraine verbindet. Die Stadt zählt 76 Tausend Einwohner und hat die Oberfläche von 66 Quadratkilometern.
    Bis Mitte des 19.Jhdt. war Mysłowice ein kleiner Ort, dessen meisten Einwohner von der Landwirtschaft, Viehzucht und der Fischerei lebten. Den Aufschwung erlebte die Stadt nach Entdeckung der Kohlenvorkommen Ende des 18. und Anfang des 19.Jhdt. und nach dem Bau 1846 der Eisenbahn von Wrocław nach Kraków. Der Kohlenbergbau ist bis heute der führende Industriezweig in Mysłowice geblieben.
    Wesentliche Änderungen im Wirtschaftsbild der Stadt wurden durch den Wandel der Staatsordnung in Polen Anfang der 90er Jahre und im Zusammenhang mit der eingetretenen Wirtschaftsfreiheit und der Einführung der Marktwirtschaft herbeigeführt. Die Zahl der gewerblichen Einheiten nahm rapide zu, die staatseigenen Betriebe suchten sich durchzusetzen und/oder privatisieren. Die Stadt wurde interessant auch für ausländische Investoren, die jetzt mit mehreren Firmen vertreten sind. Eine attraktive Lage der Stadt an Schnittstelle wichtiger Handelswege und im Mittelpunkt von grossen Absatzmärkten, sowie geringe Entfernungen zu den grossen Wirtschafts- und Kulturmetropolen Polens und Mitteleuropas, die Möglichkeit des günstigen Erwerbs der Grundstücke für den Bau von Industrieanlagen und Wohnungen sind Vorteile, die die Entwicklung unserer Stadt auf günstige Weise beeinflussen.

Tekst i tłumaczenie: Józef Igła


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